Schlechter Sex- wie sag ich´s ihm?

Irgendwann im Leben widerfährt er wohl uns allen: Schlechter Sex (gesegnet seien an dieser Stelle all diejenigen, die auf Anhieb den Mann gefunden haben, der einfach alles kann… :) ). Aber was tun? Sollen wir es ihm überhaupt sagen? Wie sollen wir es ihm sagen? Und ist das wirklich so wichtig – guter Sex? Um zunächst die letzte Frage zu beantworten: Ja! Ja, guter Sex ist wichtig. Da kann frau sich noch so oft einreden, dass es ja nicht nur darum geht und es so viele andere Dinge im Leben und in Beziehungen gibt – natürlich gibt es die. Aber was sind die ohne guten Sex? Ehrlich, dann lieber gar keinen…

Nun müssen wir ja erst einmal unterscheiden: Geht es um den Sex in einer Beziehung, um Sex mit jemanden, mit dem wir (eigentlich!) ab und an mal Spaß wollen oder um einen One-Night-Stand. Klar, wenn´s eh nur eine Nacht war, müssen wir ja nicht extra noch am männlichen Ego kratzen. Entweder es war gut (was natürlich zu hoffen ist) oder es war eben schlecht. Ist halt so. Dann eben beim nächsten Mal. Anders gestaltet sich dies jedoch mit einem „Spaßpartner“ und besonders in einer Beziehung.

Der „Spaßpartner“: Er ist eigentlich echt heiß. Ihr mögt ihn und wollt ab und an mal ein bisschen Spaß. Ihr seid euch einig, es ist unverbindlich und es könnte so befreiend sein. Aber: Es macht keinen Spaß. Es geht jedes Mal so gut los, aber wenn´s dann zur Sache geht…er bringt es einfach nicht. Der einfachste Weg – schießt ihn ab. Es gibt so viele schöne Männer. Nun ist ja aber der einfachste Weg nicht immer der Beste. Also gilt es zu überlegen: Ist er einfach schlecht oder weiß er nur nicht, worauf ihr steht und was eure Bedürfnisse sind? Sollte Ersteres der Fall sein: Das Gute ist ja, dass es unverbindlich ist. Ihr müsst keine Begründung liefern, warum ihr es beendet. Und ehrlich, das würde ich ihn diesem Falle auch nicht tun. Das männliche Ego ist in dieser Hinsicht so empfindlich wie wir, wenn´s um unseren Hintern geht, also spart euch den Schlag ins Gesicht. Wenn ihr aber in dem Mann Potential seht, versucht doch einfach mal, beim nächsten Sex das Zepter in die Hand zu nehmen und ihm zu zeigen, was ihr wollt. Häufig mögen Männer es ja eh, wenn wir die Initiative ergreifen und wenn er erst mal weiß, wo er was bei euch zu tun hat… :) Wenn auch das nicht hilft, würde ich mir Diskussionen sparen. Er ist ja gerade „SPASSpartner“ und solche Gespräche sind nun mal definitiv kein Spaß. Schade. Aber irgendwo wartet ja der gute Sex!

Die Beziehung: Es geht kein Weg dran vorbei. Zu einer guten Beziehung gehört nun mal auch guter Sex. Am Anfang kann man sicherlich noch über das ein oder andere unbefriedigende Techtelmechtel hinwegsehen, aber eine Beziehung ist nun mal langfristig. Und langfristig schlechter Sex ist nun wirklich keine Aussicht. Abgesehen davon wird er sowieso irgendwann merken, dass euch irgendwas fehlt. Hier müsst ihr wohl das Gespräch suchen. Überlegt zunächst, was euch eigentlich stört oder fehlt. Oft sind es ja nur Kleinigkeiten: Vielleicht geht er einfach nicht richtig auf euch ein oder ihr habt ihm nie gesagt, worauf ihr steht. Woher soll man(n) das dann auch wissen? Es gibt schließlich unendlich viele unterschiedliche Bedürfnisse. Aber bitte, kritisiert niemals, wirklich niemals seine Ausdauer oder die Größe seines besten Stücks! Wurde daran erst mal rumgemäkelt, ist er geschädigt fürs Leben und wird wohl selber nie wieder guten Sex haben ;) In einer Beziehung sollte man sich ja auch so sehr vertrauen, dass so ein Gespräch zumindest halbwegs problemlos möglich ist. Baut aber definitiv auch mit ein, was toll ist, woran ihr auch jetzt schon Spaß habt und macht ihm klar, dass nicht alles schlecht ist. Ein wenig Feingefühl ist hier von Nöten!

Ihr müsst einfach abwägen: Kommt ihr nur manchmal nicht auf eure Kosten oder ist es wirklich und unabänderlich unbefriedigend? Wenn letzteres der Fall ist und kein Gespräch und keine noch so engagierte Eigeninitiative hilft, will ich euch nichts vormachen – ich glaube nicht, dass eine Beziehung ohne guten Sex auf Dauer Bestand haben kann. Dann ist es vielleicht doch eher eine Freundschaft. Und so, wie man manchmal feststellt, dass man doch nicht zusammenpasst, weil man unterschiedliche Ansichten, Vorstellungen oder Hobbys hat, muss man sich dann vielleicht auch eingestehen, dass es im Bett einfach nicht harmoniert.

Mittlerweile können wohl auch wir Frauen so offen sein: Ohne erfüllenden Sex macht das Leben halt oft nur halb so viel Spaß. Und da muss frau einfach mal egoistisch sein – das können die Männer schließlich auch manchmal ganz gut!

Foto: Julia Vogt / www.jugendfotos.de

11 Comments

  • Antworten März 14, 2014

    Tänne

    Ich bin da immer knallhart. :D Ich hab mal einem Mann einfach kurz danach – als wir noch nackig im Bett lagen – gesagt, dass er nicht le…. na, wie sagt man? Naja, dass er mich oral nicht befriedigen kann. Oh, er hat fast geweint. Im Nachhinein tat mir meine Formulierung auch ein wenig leid & ich hab versucht, das Ganze wieder ein wenig schön zu reden, vonwegen „Naja, jede Frau mag es ja auch anders“, aber da war das schon in einer Diskussion ausgeartet in der er behauptete, die Frauen meinten zu ihm eh immer, dass es nicht um den Orgasmus ginge, sondern um den Akt an sich… Daraufhin ich „Achso, das erklärt einiges!“ Heieiei… das hätte ich auch nicht sagen dürfen… Nunja. Klar, ist nicht nur der Orgasmus Indikator für guten Sex, aber wenn man nicht lernen will & denkt „Ach, is Frau eh nicht so wichtig.“, dann krieg ich n Rappel! Ich mein, wenn man mir sagt, ich solle etwas lieber „so und so“ machen, dann wein ich ja auch nicht, sondern mach, was ihm gefällt… mag ja nicht jeder das Gleiche und man muss sich einander anpassen. ;)

    Also, Mädels: Immer ehrlich sein & sagen was ihr wollt! (Mal nebenbei: Orgasmus vortäuschen bringt weder euch noch ihn weiter! ;))

  • Antworten März 15, 2014

    Dr. M&M

    Rezept zum Nachdenken #1

    Auch zu empfehlen „Schlechter sex…wie sag ichs ihr?“ …ach ja stimmt den Eintrag gibt es überhaupt nicht – warum bloß?

    Ich finde es schade, dass dieser Eintrag genauso wie dieser ganze „Wir machen einen auf Sex and the City“ „Von Frauen für Frauen“- Charakter dieses Blogs doch etwas einseitig ist. Zu einer Beziehung, Sex, Dating etc. gibt es auch immer eine zweite Seite, meiner Meinung nach überhaupt nicht repräsentiert hier oder in den anderen Einträgen.

    Kommunikation ist ganz entscheidend, da gebe ich Euch bzw. Dir absolut recht…aber ich will Euch mal sehen wenn ein Mann eine Beziehung zu Euch beendet weil es für Ihn im Bett nicht gereicht hat. Mit der Begründung: „vielleicht ist es doch nur Freundschaft“. Wenn es soweit ist, bitte ich um eine ehrliche und reflektierte Schilderung eurer Reaktion auf diesem Blog. Eigentlich müsstet ihr euch ja freuen – denn ihr wurdet ja soeben von einer Beziehung gerettet die eigentlich zum Scheitern verurteilt war, stimmts?

    Sex hat nicht für jede Person und jede Beziehung denselben Stellenwert – in solchen Dingen zu generalisieren und Ratschläge zu geben ist (meiner Meinung nach) der falsche Ansatz.

    Nennt meine Vorstellung romantisiert, disney-geprägt oder was immer Euch dazu einfallen mag, aber die Qualität einer Beziehung ist (für mich) schlicht weg mehr als abhängig von der Qualität des Sex. „Aufschrei! Nein! Männer nehmen sich doch auch was sie wollen, denken nur an Sex und wollen auf Ihre Kosten kommen!“ Grow Up. Ich würde sogar sagen, dass die Grund Qualität der Beziehungdie Qualität des sexual Lebens entscheidend beeinflusst .

    Oftmals kann eine emotionale Befriedigung eine unzureichende sexuelle Befriedigung wettmachen. Umgekehrt würde man eine Ansicht, dass jede sexuelle Befriedigung eine fehlende emotionale Befriedigung wettmachen kann in einer Beziehung verurteilen, oder etwa nicht? Wäre es dann überhaupt noch eine Beziehung? Sollte man dies vielleicht nicht schon in der Dating-Phase herausfinden?
    Beides zusammen gibt es nicht immer – das wäre jetzt romantisiert und utopisch. Vor kurzem habe ich einen Artikel gelesen, den ich jetzt nicht mehr zitieren kann aber der Autor beklagte sich über unsere Generation – wir wollen alles jetzt, sofort und zu 100%, nun mag man das als „er/sie weiß was er/sie will“ abstempeln – aber Kompromisse müssen in jeder Beziehung gemacht werden – unterm Strich sollte die Beziehung einem einen Vorteil gegenüber dem Alleinsein geben da ist die Gewichtung der einzelnen Variablen abhängig von der einzelnen Person bzw. von den einzelnen Personen.
    Wenn ihr nur Sex wollt, dann geht feiern sorgt für Eure Befriedigung und wundert Euch aber nicht warum euer „Spaßpartner“ nicht zum Frühstück bleibt….

    Nun ist aber auch gut – weiterhin viel Spaß beim Sex and the City spielen Mädels.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. M&M

    • Antworten März 15, 2014

      Katrin

      Lieber Dr. M&M,
      wenn du Lust hast, aus männlicher Perspektive einen Gastartikel zum Thema “Schlechter sex…wie sag ichs ihr?” zu verfassen, kannst du dich gern bei uns melden ;)

  • Antworten März 15, 2014

    Journalistin

    So einen schlechten Artikel habe ich ja noch nie gelesen! Angefangen beim Sprachstil und Ansprechhaltung, über die Emoticons, bis hin zu den schlecht bzw. gar nicht recherchierten Ínformationen. Man kann noch nichtmal sagen, welche Gattung das sein soll: Ratgeber? Kolumne? Bericht? Ich würde es nun erstmal als sinnleeres Aneinanderreihen von Buchstaben deklarieren.

    • Antworten März 15, 2014

      Katrin

      Liebe Journalistin,
      es handelt sich hier um einen Blog von Mädels, die Lust aufs Schreiben haben – nicht mehr und nicht weniger. Da dürften Emoticons durchaus erlaubt sein ;)
      Zum Inhalt und ihrer Recherche hat Pia dir ja bereits geantwortet.
      Viele Grüße, Katrin

  • Antworten März 15, 2014

    Pia

    Na da muss sich die Autorin aber auch noch mal zu Wort melden.
    Erst einmal danke ich dir für diesen ausführlichen Beitrag. Kritik ist immer gut ;)

    Zunächst denke ich, dass viele Punkte in meinem Artikel mit einem ;)-Auge betrachtet werden sollten. Natürlich ist Sex niemals alles, worauf es in einer Beziehung ankommt, aber das war auch mit keiner Silbe Aussauge meines Artikels. Ebenso wenig, dass es Männern nur um Sex ginge und Frauen gar nicht (hierzu passt auch einer meiner vorangegangenen Artikel ;) ).

    Ich stimme dir völlig zu in dem Punkt, dass durch Emotionen und Gefühle vieles ausgeglichen wird. Trotzdem aber eben nicht alles. Ich habe in meiner Recherche für diesen Artikel bewusst viel mit Männern gesprochen, wie sie zu dieser Thematik stehen – Single wie auch in Beziehung lebend. Denn natürlich wollte ich wissen, ob nur ich so denke, wie oben beschrieben. Und ich bekam einstimmige Rückmeldung, dass man natürlich toleranter ist und auch die Bedeutung von Sex irgendwann nachlässt, aber dass man eben nicht alles hinnehmen und all seine Bedürfnisse auf Dauer ignorieren kann. Und auch, dass für eine glückliche Beziehung oftmals Sex einen großen Stellenwert hat und es wichtig ist, auf den Partner einzugehen.
    Das bedeutet aber natürlich nicht, dass jedes unbefriedigte Bedürfnis einem Trennungsgrund gleichzusetzen ist. Und da ging es mir auch nicht darum, wie du sagst, 100%ig alles zu bekommen, was man/frau braucht und in keinem Punkt zurückzustecken. Das wäre natürlich wie ein 6er im Lotto und ist wahrlich utopisch. Ich finde aber, dass unterschiedliche sexuelle Interessen oder dauerhafte sexuelle Unzufriedenheit an einer Beziehung kratzen und auch zur Trennung führen können. Aber ja, das kommt natürlich auch auf den Stellenwert an, den so etwas individuell einnimmt.

    Und ehrlich? Es ist mir lieber, wenn der Mann die Beziehung beendet, als wenn er sich seine Befriedigung dann hinter meinem Rücken woanders sucht (ja, sowas machen natürlich auch Frauen.)

    Mein Text sollte kein Allheilmittel sein für alle, die mit ihrem Sexleben unglücklich sind. Das maß ich mir mit Sicherheit nicht an. :) Ja, er sollte vorwiegend der Unterhalung dienen, aber natürlich auch zeigen, dass man und frau gleichermaßen auch mal an sich denken müssen. :)

  • Antworten März 15, 2014

    Katrin

    Lieber Manuel,
    als leitende Reakteurin möchte ich dir versichern, dass wir alle Beiträge lesen und ggf. kommentieren/editieren, bevor sie veröffentlicht werden.
    Hier bloggen junge Frauen zu Themen, die sie bewegen – Pia hat einen meiner Meinung nach interessanten und erfrischenden Text verfasst, den wir gerne veröffentlichen.

    Bei solchen Themen ist es nicht verwunderlich (und sogar begrüßenswert), wenn eine Diskussion entsteht – dafür ist die Kommentarfunktion ja schließlich da.
    Wenn du Lust hast, zu diesem Thema eine Art Gegendarstellung aus männlicher Perspekte zu verfassen, kannst du dich ja bei mir melden. [katrin at bibflirt.de]
    Viele Grüße, Katrin

  • Antworten März 16, 2014

    Pia

    Hallo Manuel!
    Danke für deine ausführlichen Erklärungen.

    Im Grunde wurde hier glaube ich der Sinn und Zweck dieses Artikels, wie auch einiger anderer Artikel hier, etwas verkannt.

    Natürlich soll der ein oder andere Hinweis ernst genommen werden, aber in erster Linie dient ein solcher Text doch der Unterhaltung und sollte mit einer großen Portion Humor gelesen werden. Ich denke, dass das Thema Sex in „spaßigen“ Texten aufgegriffen wird ist durchaus häufig und ebenso legitim.

    Den Zusammenhang zu meinem sexuellen Erfahrungsschatz und der angeblich notwendigen großen Anzahl an Sexualpartnern ist mir nicht ganz klar- würden wir uns hier auf einer Seite der professionellen Sexualtherapie oder etwas dergleichen befinden, würde dies sicher anders aussehen und es hätte eine andere Herangehensweise wie auch einige andere Formulierungen gegeben.

    Dieser Blog soll in erster Linie Spaß machen und unterhalten. Ich bin offen für jede Kritik- aber am liebsten auf einer Ebene, die mich nicht persönlich angreift.

    Lieben Gruß
    Pia

  • Antworten März 19, 2014

    Ratlos

    Zu erst einmal: ich finde den Artikel durchaus gelungen und sehr locker geschrieben, sodass man ihn auch gern zu Ende liest.
    Was mich an solchen „Ratgeber-Texten“ immer so ein bisschen stört, ist, dass immer der gleiche Ratschlag kommt: Redet darüber.
    Im gleichen Atemzug heißt es aber auch: „Aber bitte, kritisiert niemals, wirklich niemals seine Ausdauer oder die Größe seines besten Stücks!“
    Was soll man denn bitte eurer Meinung nach tun, wenn der Freund beim Sex nie länger als 2 Minuten durchhält? Da kann man denn auch nicht auf die Bedürfnisse der Frau eingehen oder „neue Sachen ausprobieren“. Und darauf darf man den Mann denn nicht ansprechen? Muss man auch gar nicht, er weiß es ja selbst.
    Aber was kann man tun? Das ist hier die Frage.

    • Antworten März 19, 2014

      Pia

      Ich danke dir zunächst mal für diesen sachlichen und freundlichen Kommentar -und das meine ich ernst :)!

      Dein ausgewähltes Beispiel zeigt auf der einen Seite genau das, was ich die ganze Zeit mit dem Augenzwinkern und der etwas humorvolleren Herangehensweise meine. Auf der anderen Seite hast du völlig Recht. Besteht diese Problematik, ist das bei Weitem unangenehmer als unterschiedliche sexuelle Interessen und oft ja auch ein medizinisches Problem. Dahingehend kann hier wohl niemand auf so einem Blog einen vernünftigen Ratschlag geben, der ein solches Problem löst. Hierfür gibt es ja aber zunehmend einschlägige Portale und Spezialisten.

      Was ich sagen wollte, ist, dass die Ausdauer niemals knallhart als Vorwurf dem Mann an den Kopf geworfen werden darf bzw so angesprochen werden darf wie etwas, was leicht geändert werden kann und einfach ein wenig Abstimmung erfordert- aber das wird wohl auch hoffentlich in keiner Beziehung der Fall sein. Hier stoßen wir jetzt aber auch wirklich an die Grenzen meines Artikels- zugegeben ;)

    • Antworten März 31, 2014

      Valentin

      Hallo Ratlos,

      in der Tat ist miteinander zu reden meist nicht die ganze Lösung, aber fast immer eine Vorraussetzung um zur Lösung zu kommen.
      Im ganz allgemeinen Fall möchte man sein Gegenüber ja nicht als schlechte Person bezeichnen, sondern nur etwas anders tun.
      Statt „Du bist doof, weil du doofen Sex machst“ sagst du also „Ich hätte gerne solchen Sex“.

      So. Nun zum konkreten Problem: Der Trick heißt sich informieren und nach Möglichkeiten schauen, die das Problem lösen. Das kannst du tun und ihm dann präsentieren, oder das könnt ihr gemeinsam tun.
      Hier ein paar Ansätze, aber ich bin sicher man kann noch sehr viel mehr finden:
      – Andere Arten als den Genitalverkehr, um zu deinem Orgasmus zu gelangen. (Sex muss nicht mit der männlichen Errektion enden. Ich hab gehört, es gibt sogar Sex ganz ohne Männer!)
      – Wenn Mann während der Stimmulation Bauch- und Beinmuskulatur (stark) anspannt kommt er meist schneller.
      – Wenig später nochmal miteinander schlafen. Mann kommt dabei meist deutlich später.
      – Durch Anspannung eines Muskells im Beckenboden („PC-Muskel“) zum richtigen Zeitpunkt kann Mann kommen ohne zu ejakulieren. Braucht allerdings etwas Übung.
      – Dicke Kondome oder betäubende Cremes
      – Wie fast alles was Sex angeht sollen auch hierfür häufig rein Psychische Ursachen verantwortlich sein. Auch hier gibt es proffessionelle Hilfe.

      Über Sex zu reden ist aber auf jeden Fall der erste Schritt und ich würde sogar davon ausgehen, dass er sich auch unwohl mit der Situation fühlt und ein gemeinsames Suchen nach der für euch richtigen Lösung schätzen würde.
      Allein die Möglichkeit über Phantasien und Wünsche und Probleme zu reden könnte (Vorsicht: Konjunktiv) eventuellen Leistungsdruck von seinen Schultern nehmen und damit das Problem lösen.

      Und das ist etwas, was ich auch zu dem Artikel im allgemeinen sagen wollte: Ist nicht sowieso schon etwas falsch gelaufen, wenn der einzige Grund über Sex zu sprechen wäre, dass er schlecht ist?

      @Manuel: Ich muss loben, was du da geschrieben hast.

      @Pia: zumindest hast du geschafft, eine Kontroverse loszutreten..

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